RATGEBER · ANSICHTSKARTEN
Die meisten alten Ansichtskarten sind schöne Erinnerungsstücke mit kleinem Sammlerwert – einige wenige sind gesucht und erzielen deutlich mehr. Woran Sie den Unterschied erkennen, zeigen wir hier.
Lithografie „Gruss aus Grimmelfingen bei Ulm“, 1900 – der Gruß steht noch auf der Bildseite
„Gruss aus dem Schutzgebiet Kamerun“, 1901 – Karten aus den deutschen Kolonien sind gesucht
Internationale Luftschiffahrt-Ausstellung Frankfurt 1909 – Zeppelin-Motive haben eine eigene Sammlergemeinde
Das Alter ist nicht alles, aber ein guter Anfang. Einige Merkmale helfen beim Einordnen:
Ort und Motiv
Kleine Dörfer, Gasthäuser, Geschäfte, Bahnhöfe und Straßenszenen mit Menschen sind meist gesuchter als die hundertfach gedruckte Ansicht einer bekannten Sehenswürdigkeit. Dazu kommen beliebte Themen wie die deutschen Kolonien oder Zeppeline.
Herstellung
Lithografien („Gruss aus“-Karten in Farbe), Echtfotokarten und Karten mit Prägung oder Sonderausstattung werden höher bewertet als einfache Massendrucke.
Gelaufen und gestempelt
Eine gelaufene Karte mit gut lesbarem Stempel – etwa eines kleinen Postamts, einer Bahnpost oder eines Sonderstempels – ist für viele Sammler interessanter als eine ungelaufene.
Erhaltung
Knicke, abgestoßene Ecken, Flecken oder ausgeschnittene Marken mindern den Wert. Leichte Gebrauchsspuren gehören zu alter Post aber dazu.
Ehrlich gesagt: Viele Karten erzielen nur kleine Beträge. Dazu gehören Karten ab etwa 1960, häufige Ansichten großer Städte und Urlaubsorte, ungelaufene Serienkarten sowie Glückwunsch- und Feiertagskarten ohne Besonderheit. Ein Karton voll solcher Karten ist vor allem ein schönes Stück Familiengeschichte.
Umgekehrt kann gerade eine unscheinbare Karte aus einem kleinen Ort die gesuchte sein – deshalb lohnt sich ein genauer Blick, bevor Karten aussortiert werden.
Vergleichen im Shop
In unserem Shop ist jede Karte einzeln beschrieben und mit Preis abgebildet – das gibt einen guten Eindruck, was Karten heute kosten.
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