RATGEBER · FELDPOST

Feldpost sammeln – Briefe und Karten aus zwei Weltkriegen

Feldpostbriefe und -karten sind persönliche Zeugnisse und zugleich ein vielseitiges Gebiet der Postgeschichte. Was Feldpost ist, woran man sie erkennt und worauf Sammler achten, zeigen wir hier.

Ansichtskarte Truppenübungsplatz Ohrdruf, als Feldpost 1916 gelaufen

Truppenübungsplatz Ohrdruf, 1916 als Feldpost gelaufen – Karten von Garnisonen und Übungsplätzen sind ein eigenes Sammelgebiet

Feldpostkarte über die Etappenpost 244 nach Wien mit Desinfektionsvermerk

Feldpostkarte über die Etappenpost 244 nach Wien, mit Vermerk der Desinfektion

Feldpostbrief 1916 mit Stempel der Feldpostexpedition der 15. Infanterie-Division

Feldpostbrief 1916 mit Stempel der Feldpostexpedition der 15. Infanterie-Division an das Post-Rechnungs-Amt in Berlin

Was ist Feldpost?

Feldpost ist die Post zwischen Soldaten und ihren Angehörigen in der Heimat. Gewöhnliche Briefe und Karten bis zu einem bestimmten Gewicht waren in beiden Weltkriegen portofrei – statt einer Briefmarke tragen sie den Vermerk „Feldpost“ und die Stempel der Feldpost.

Für Sammler ist Feldpost ein Teil der Postgeschichte: Stempel, Laufwege und Vermerke erzählen, wo und wann eine Sendung unterwegs war. Dazu kommen die Feldpost-Ansichtskarten mit Motiven aus Garnisonen, Lazaretten und besetzten Gebieten.

Feldpost im Ersten Weltkrieg

  • Feldpostexpeditionen und Feldpoststationen der Divisionen und Korps – ihre Stempel nennen die Einheit oder die Station.
  • Briefstempel der Truppenteile bestätigen den Absender und ersetzen die Briefmarke.
  • Etappenpost, Marine-Schiffspost und Lazarettpost – oft seltener als die gewöhnliche Feldpost.
  • Feldpostkarten mit Vordruck und Feldpost-Ansichtskarten in großer Vielfalt.
  • Kriegsgefangenenpost – Sendungen an und von Gefangenen, häufig über Hilfskomitees oder das Rote Kreuz.

Feldpost im Zweiten Weltkrieg

Statt der Truppenbezeichnung steht auf den Sendungen eine Feldpostnummer, die Stempel nennen keinen Ort. Für Luftfeldpostbriefe und Päckchen gab es eigene Zulassungsmarken, und viele Sendungen tragen Spuren der Zensur durch Feldpostprüfstellen. Bei Belegen der Jahre 1933–1945 sind zeitgeschichtliche Symbole in den Bildern unseres Shops unkenntlich gemacht.

Worauf Sammler achten

Einheit und Ort

Seltene Einheiten und Schauplätze – etwa Marine, Etappe, Kolonien oder Einsätze außerhalb Europas – sind gesuchter als die häufige Feldpost aus der Heimat.

Stempel und Vermerke

Klar lesbare Feldpost- und Briefstempel, Zensur- und Prüfstempel oder Vermerke wie „zurück“ machen einen Beleg aussagekräftig.

Inhalt und Motiv

Briefe mit Inhalt und Ansichtskarten mit seltenen Motiven sind beliebt. Die Zuordnung einer Feldpostnummer zur Einheit macht einen Beleg zusätzlich interessant.

Erhaltung

Knicke und Gebrauchsspuren sind bei Feldpost üblich. Saubere Stempel und vollständige Umschläge steigern den Wert.

Feldpost verkaufen

Wir kaufen Feldpost als Teil der Postgeschichte an – einzelne Belege ebenso wie Sammlungen und Briefbündel aus Familienbesitz. Orden, Abzeichen und andere Militaria kaufen wir nicht an.

Feldpost im Shop

Feldpostbriefe, -karten und Feldpost-Ansichtskarten – jedes Stück einzeln beschrieben, mit Stempel, Einheit und Laufweg.

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